Es werde Licht Teil 2

 

Es werde Licht – Teil 2:  Der Kampf mit der Raumbatterie

Licht an, Licht aus, Licht an – so einfach, dachte ich, sei das Spiel des Stroms in meinem treuen Sol y Sombra. Doch weit gefehlt! Im ersten Teil meiner elektrischen Odyssee hatte ich meinen eigenen Kopf zum Hindernis gemacht, indem ich schlicht vergessen hatte, den richtigen Schalter umzulegen. Das war dumm, ja. Aber diesmal – diesmal sollte alles anders laufen. Ich war vorbereitet. Ich war entschlossen. Ich war… zum Scheitern verurteilt.

Die Raumbatterie: Kaputt ist kaputt

Dieses Mal hatte ich alle Schalter korrekt gesetzt, die Kabel überprüft und meinen Optimismus frisch aufgeladen. Doch die Bordbatterie? Nichts. Kein Strom. Nada. Tot wie ein Stein. Ein bisschen Recherche später (oder, ehrlicher gesagt, das Konsumieren von Leidensgeschichten anderer Wohnmobilbesitzer in Foren) war klar: Wenn eine Batterie lange nicht benutzt wird, verabschiedet sie sich irgendwann ins ewige Batterie-Jenseits. Und meine? Hatte die Abreise offensichtlich schon vor längerer Zeit angetreten.

Ein Hilferuf nach Lörrach

Also schrieb ich eine Mail an die freundlichen Profis von Binder Caravan in Lörrach. Die Antwort kam prompt und erfrischend unkompliziert: „Kein Problem, kommen Sie einfach vorbei. Wir finden schon eine Lösung!“ Super, dachte ich, die Welt ist doch noch voller hilfsbereiter Menschen. Doch dann kam der Satz, der mein Ego mit einer Schaufel begrub:

„Können Sie mir bitte vorab ein Foto Ihrer Batterie schicken, damit wir uns vorbereiten können?“

Einfach, oder? Nur ein kleines Foto. Doch da war ein Problem: Ich hatte nicht die geringste Ahnung, wo sich diese verdammte Batterie überhaupt befindet. Tief in meinem Inneren wusste ich, dass ich nicht aufgeben konnte. Aber tief vor meinem Laptop sackte ich erst mal zusammen.

Ein Plan, ein Lächeln, ein Hoffnungsschimmer

Ich gab meinen Unmut zu und schrieb zurück, dass ich keine Ahnung habe, wo ich suchen soll. Zum Glück blieb die Antwort entspannt: „Kein Problem, die finden wir gemeinsam, wenn Sie hier sind.“ Was für ein netter Mensch! Plötzlich machte sich in meinem Gesicht ein Lächeln breit – entspannt, fast schon optimistisch. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich die Sache einfach so auf sich beruhen ließe.

Also rief ich meine Gehilfen zurate. Nicht die drei Musketiere, sondern einen ganz besonderen Freund: ChatGPT. Und siehe da, mein KI-Kumpel hatte Tipps parat:

  1. Unter dem Beifahrersitz: Ein Klassiker. Häufig wird die Wohnraumbatterie unter dem Beifahrersitz oder dem Fahrersitz versteckt. Batteriefach inklusive.
  2. Unter einer Bodenklappe: Manche Modelle verstecken ihre Batterien unter Klappen im Wohnbereich. Meistens in der Nähe der Sitzgruppe oder direkt im Durchgang. Klingt fast wie eine Schatzsuche!
  3. In einem Staufach: Wenn die Batterie nicht unterm Boden ist, könnte sie sich in einem der Schrankfächer oder unter einer Sitzbank eingenistet haben.
  4. Im Motorraum: Ja, auch das ist eine Option. Aber eher selten – außer bei besonders exotischen Umbauten.

Ein Hoffnungsschimmer – oder das Licht am Ende des Batteriefachs?

Bewaffnet mit dieser Liste und dem Mut der Verzweiflung werde ich, die Ecken meines Campers abzusuchen. Ob ich sie finde? Keine Ahnung. Ob ich triumphiere? Wahrscheinlich nicht ohne fremde Hilfe. Aber eins ist sicher: Beim nächsten Blog-Eintrag weiß ich wenigstens, wie eine Bordbatterie aussieht – oder ich habe einen neuen Grund, mich über meinen Citroën lustig zu machen.

Bleibt dran, liebe Leser. Es bleibt spannend im elektrischen Universum meines Wohnmobils!