Es werde Licht – Teil 3: Die Batterie unter dem Füdli ist am Arsch! 

 


Ja, ihr habt richtig gelesen – im wahrsten Sinne des Wortes! Die Batterie unter meinem Füdli (sprich: unter dem Fahrersitz) hat sich endgültig verabschiedet. Sie hat wohl beschlossen, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen, ohne mir vorher Bescheid zu sagen. Dabei fing alles so harmlos an. Ihr erinnert euch sicher, dass ich sie zuerst überhaupt einmal finden musste. Ein kleines Abenteuer für sich! Und als das erledigt war, ging das Drama erst richtig los.

Diverse Männer (natürlich alles Experten, nicht wahr?) waren sich sicher: "Das Licht brennt doch!" - "Ja, aber warten Sie mal ein bisschen, dann geht es wieder aus." - "Neinnein, es brennt!" - "Dochdoch, warten Sie mal!" Ein verbaler Ping-Pong, der mich beinahe in den Wahnsinn getrieben hätte. Diese Diskussionen hätten sich noch ewig im Kreis gedreht, wenn nicht endlich der Retter in der Not mit einem Messgerät aufgetaucht wäre. Ein kurzer Check, ein lautes Piepen und dann die eindeutige Diagnose: DEFEKT.

Und wisst ihr was? Ich war überglücklich! Endlich eine klare Antwort! Der Angestellte war sichtlich irritiert: "Das ist mal eine seltene Reaktion auf eine kaputte Batterie." Ja, aber endlich wusste ich, dass ich nicht einfach nur zu blöd war, sondern mein Bauchgefühl mich nicht getäuscht hatte. Ich hatte es doch geahnt! Also: Neue Batterie bestellt, check!

Aber wenn man schon mal dabei ist, dann richtig! Also habe ich gleich noch eine neue Markise in Auftrag gegeben. Die alte war nämlich – sagen wir mal – ein Veteran mit vielen Kampfspuren: Der Stoff total hinüber, das Gestell geflickt und das Ausfahren ein Geduldsspiel, bei dem man sich fast die Finger brach. Und ich kenne mich: Wenn etwas nur mit Mühe und Not funktioniert, lasse ich es bleiben. Und eine Markise, die nicht genutzt wird, ist wie ein Regenschirm im Keller: sinnlos. Also: Neue Markise bestellt, check!

Der nette Herr vom Service hat mir dann gleich noch eine kleine Schulung verpasst: "Das funktioniert mit Gas, das mit Strom…" Ich sah ihnen an, dass sie sich innerlich das Lachen verkneifen mussten. Kein Wunder, ich stand vermutlich da wie ein Schulkind am ersten Tag. Aber hey, man kann nicht alles wissen – zumindest nicht sofort. Also schnappte ich mir so viele Infos, wie mein Gehirn aufnehmen konnte. Ob ich alles behalten habe? Nun ja… es gibt ja YouTube!

Bis zum Wohnmobilverkäufer bin ich noch selbst gefahren. Zurück überließ ich das Steuer einem guten Freund. Schritt für Schritt. Das wird schon! Ich erinnere mich noch, wie ich meinen Führerschein gemacht habe – auch damals brauchte ich einen Moment, bis ich mich alleine sicher fühlte. Aber als ich einmal losfuhr, lief es wie geschmiert. Und genau so wird es mit meinem Camper sein! Gut, der ist größer, schwerer und hat ein Lenkrad, das eher an eine Schiffsteuerung erinnert, aber hey – ich freu mich drauf!

Zur Vorfreude gehört auch unser neuer WhatsApp-Chat "Camperfrauen". Eine Freundin hat ebenfalls ein Büssli, und wir haben beschlossen: Einmal im Monat geht’s auf Tour. Einmal organisiert sie den Stellplatz, einmal ich. Ich kann es kaum erwarten, all die schönen Plätze zu entdecken, die Freiheit zu genießen und natürlich über all die kleinen und großen Camperpannen zu lachen.

Ich bin mir sicher: Es wird ein Abenteuer! Und wer weiß – vielleicht schaffe ich es ja irgendwann sogar, ohne Pannen loszufahren